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Was führt zur Chronifizierung?

In den letzten Jahren hat sowohl die Grundlagenforschung als auch die psychosomatische und psychologische Forschung viele Ergebnisse erbracht, die das Verständnis für die Entstehung von Schmerz und die Behandlung chronisch Schmerzkranker erheblich erweitert haben. Auf der neurobiologischen Ebene wurde ein "Schmerzgedächtnis" gefunden. Dies bedeutet, dass akute Schmerzen nach einer gewissen Zeit in unserem Gehirn in bestimmten Regionen gespeichert werden und so auch nach Abklingen des akuten Schmerzes "im Gedächtnis bleiben".

Deshalb ist eine medikamentöse Schmerzbehandlung zu einem frühen Zeitpunkt so bedeutsam. Im Hinblick auf psychosomatische und psychologische Faktoren wissen wir, dass Persönlichkeit, Verhalten sowie Umgebung (insbesondere Arbeit und Beruf) gleichermaßen für die Chronifizierung von Schmerzen bedeutsam sind. Beispielsweise kommt der Arbeitsplatzzufriedenheit und der Fähigkeit, Stress gut zu verarbeiten, beim chronischen Rückenschmerz eine weit höhere Bedeutung zu als der körperlichen Arbeitsschwere oder Röntgenbefunden. Depression, Rauchen und Übergewicht fördern Schmerzen, körperliche Aktivität und Bewegung reduzieren Schmerzen.

In jedem Falle gilt es bei der chronischen Schmerzkrankheit, sowohl körperliche als auch seelische und psychosoziale Faktoren ("Umgebungseinflüsse") gleichermaßen zu erfassen und zu würdigen.



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Behandlung durch:

  • Klinik Lipperland
    Fachklinik für psychosomatische Erkrankungen