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Was sie zur Behandlung wissen sollten

Depressionen, egal, welcher Ursache, sind in der Regel gut behandelbar. Abhängig von der Depressionsart werden unterschiedliche Behandlungsschwerpunkte gesetzt. Grundsätzlich gehört zur Behandlung der Depression eine Mischung verschiedener Angebote. Folgende Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung: Medikamente, Psychotherapie ("Behandlung mit seelischen Mitteln"),  Bewegungstherapie, Selbsthilfe und weitere organische Behandlungsverfahren bei speziellen Formen von Depressionen. Es ist immer zu bedenken, ob eine Behandlung ambulant oder stationär durchgeführt werden sollte.

Bei der stationären Behandlung wird zwischen Krankenhausbehandlung und Rehabilitation unterschieden. Wenn eine Depression so schwerwiegend ist, dass die Betroffenen schwerpunktmäßig medikamentöse Behandlung und engmaschige Pflege brauchen, kommt nur eine Krankenhausbehandlung in Frage. Wenn die Psychotherapie, das Training sozialer Fertigkeiten und die berufliche Wiedereingliederung im Vordergrund stehen, ist in erster Linie an eine Rehabilitationsbehandlung zu denken.


Bei vielen Formen von Depressionen ist eine medikamentöse Behandlung angezeigt und sinnvoll. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher sehr wirksamer Medikamente. Antidepressiva machen nicht abhängig ! Bedeutsam ist, ausreichend  lange und ausreichend hoch dosiert zu behandeln. In der Regel sollten Sie mit 3 - 4 Wochen rechnen, um den Effekt antidepressiver Medikamente beurteilen zu können.
Wenn unter medikamentöser Behandlung die Depression zurückgebildet ist, ist es wichtig, die Medikamente über einen ausreichend langen Zeitpunkt einzunehmen. Man geht von einem Zeitraum von ca. 6 Monaten aus, bevor dann die Medikamente langsam ausgeschlichen werden sollten. Wenn wir medikamentös antidepressive Behandlung für sinnvoll halten, sprechen wir sie darauf an, informieren sie über die Möglichkeiten und beantworten ihre Fragen.

Die psychotherapeutische Behandlung depressiver Erkrankungen umfasst Einzel- und/oder Gruppengespräche über lebensgeschichtliche Einflussfaktoren (tiefenpsychologische  Psychotherapie), Besprechung und Bearbeitung von negativen Gedankenkreisen (kognitive Therapie) und Besprechen und Durchführen konkreter Handlungen (z.B. Führen eines Aktivitätentagebuches; Verhaltenstherapie). Sport und Bewegungstherapie sind ein fester Bestanteil des Behandlungsplans depressiver Menschen. Oft ist es leichter, zunächst äußerlich "in Bewegung" zu kommen, um die innere Beweglichkeit zu fördern. Es ist wissenschaftlich belegt, dass regelmäßige Bewegung positive Effekte auf die Stimmung hat, und in der Depressionsbehandlung wirksam ist.


Andere Therapieansätze wie kreative Behandlungen, Lichttherapie, Entspannungsverfahren, um einige zu nennen, ergänzen die Behandlungspläne von depressiven Menschen.
 



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Behandlung durch:

  • Klinik Lipperland
    Fachklinik für psychosomatische Erkrankungen