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  1. Schwerpunkte

Klinik Lipperland – ressourcenorientierte Rehabilitationsbehandlung – Gruppenpsychotherapie – Stressmedizin

Die Klinik Lipperland ist eine Rehabilitationsklinik für Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Ergänzend hat sie sich in den letzten Jahren mit dem Schwerpunkt“ Stressmedizin“ auf die Behandlung von Erkrankungen im Zusammenhang mit Stress spezialisiert. Dies sind neben seelischen Erkrankungen auch körperlich in Erscheinung tretende Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht, Schlafstörungen, Diabetes Typ 2 und Koronare Herzerkrankung (KHK). Es kommen verschiedene Behandlungsmethoden zum Einsatz. Ganz wesentlich für die Rehabilitationsbehandlung ist die Zusammenarbeit vieler Spezialisten in einem Rehabilitationsteam. Ein Kernstück der Behandlung ist die „Psychotherapie“, die von Ärzten und Psychologen erbracht wird.
Methodische Grundlage der psychotherapeutischen Behandlung ist die psychodynamische Psychotherapie. Wir gehen davon aus, dass die Basis jeder Behandlung eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung ist. Hierauf aufbauend bieten wir gezielt die Arbeit an den Stärken unserer Patienten an (ressourcenorientierte Perspektive) ebenso wie Gespräche über ungelöste Konflikte und persönliche Problemstellungen. Besondere Bedeutung haben berufsbezogene Fragestellungen, ist doch ein Ziel der Rehabilitation der Erhalt oder die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit unserer Patientinnen und Patienten (MBOR=medizinisch berufliche Orientierung in der Rehabiliation).

In der Behandlung setzten wir wissenschaftlich fundierte Methoden ein, sofern diese zum Erreichen der Rehabilitationsziele Erfolg versprechend sind.

Darüber hinaus entwickeln wir unser therapeutisches Angebot erfahrungsbasiert kontinuierlich weiter, so dass Patienten auch von Methoden profitieren, die sie in dieser Form an anderen Stellen nicht erhalten. Dies gilt insbesondere für Angebote im Bereich der Stressmedizin.

Wir setzen tiefenpsychologische Behandlung ein, um über ein besseres Ursachenverständnis Patienten Verhaltensänderungen möglich zu machen. Handlungsorientierte Methoden sollen der aktiven Bewältigung entweder von bestimmten Problemen oder der besseren Bewältigung von manifesten Symptomen dienen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wahrnehmen von gesunden Anteilen und Stärken unserer Patienten und einer gezielten Förderung von Bewältigungsstrategien. Dies nennen wir“ Ressourcenaktivierung“. Als besonders wirksame Methode hat sich hier das ressourcenorientierte Selbstmanagement nach dem Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) bewährt. Mithilfe des ZRM Trainings entwickeln Patienten persönliche Mottoziele, die weit über die Zeit nach der Rehabilitation hinaus reichen (Storch &Krause 2014).
In der Stressmedizin schließlich beschäftigen wir uns intensiv mit der Funktionsfähigkeit der biologischen Stressregulationssysteme unserer Patienten. Hierzu nutzen wir die Bestimmung der Herzratenvariabilität (HRV) ebenso wie die Bestimmung von Stresshormonen (Cortisol) bis hin zu komplexen diagnostischen Instrumenten wie das System neuropattern (Hellhammer &Hellhammer, 2008).

Sämtliche Patienten nehmen an unserem psychosomatischen Basisprogramm teil. Nach der Aufnahmeuntersuchung und einer Diagnostikphase erlernen die Patienten in der Basistherapie Entspannungstraining, nutzen die Bewegungstherapie und nehmen an einer ressourcenorientierten Basisgruppe teil. Dieses Angebot ist für alle Patienten obligat.

Darüber hinaus kommen weitere Behandlungen zum Einsatz, die abhängig von Indikation, persönlichen Rehabilitationsziele und Motivation des Patienten eingesetzt werden (fakultative Therapieangebote). Dazu gehören auch spezielle psychotherapeutische Behandlungen, wie die regelmäßig durchgeführte Gruppenpsychotherapie.
Patienten erhalten Rehabilitationspläne, aus denen Art und Aufteilung der Behandlungsangebote gut ersichtlich sind, und die EDV gestützt erstellt werden. So ist eine optimale Planung und Verteilung gewährleistet.

Ihre persönlichen Behandlungsangebote richten sich nach der Art ihrer Erkrankung, den persönlichen Therapiezielen, den Befunden (insbesondere Belastbarkeit) und der medizinisch – therapeutischen Notwendigkeit.

Zentraler Bestandteil für die Behandlung ist die Beschreibung ihrer persönlichen Rehabilitationsziele und deren gemeinsame Besprechung mit uns. Hiervon hängt neben den Befunden, die wir erheben, der Einsatz der unterschiedlichen Therapieverfahren ganz entscheidend ab.

Schwerpunkt der psychotherapeutischen Behandlung bilden unterschiedliche Arten von Gruppentherapien. Gruppentherapie stellt für den Rahmen einer zeitlich begrenzten Rehabilitationsmaßnahme die effektivste Behandlungsform dar.

 

Klinik Am Lietholz

Schwerpunkte der Klinik Am Lietholz sind die Behandlung akuter und chronischer Rückenschmerzen. Unter akuten Rückenschmerzen werden Schmerzen mit einem Verlauf von weniger als 3 Monaten verstanden. Nach ausführlicher klinischer Untersuchung und Diagnostik wird ein individuell gestaltetes Therapieprogramm für jeden einzelnen Patienten erarbeitet. Ergänzend kommen bei chronischen Rückenschmerzen (Rückenschmerzen ohne neurologische Komplikationen, die länger als 3 Monate bestehen) auch psychologische Tests und Diagnostikverfahren zur Anwendung. Unter Berücksichtigung des biopsychosozialen Modells und der funktionalen Gesundheit des Patienten werden somatische, psychologische und soziale (Sozialberatung) Therapieeinheiten integriert, um somit den Betroffenen eine verbesserte Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft sowie in der Arbeitswelt zu ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt der orthopädischen Fachklinik Am Lietholz ist die Behandlung von Arthrosen der großen Gelenke, insbesondere der Hüft- und Kniegelenke. Verschleißerscheinun­gen sind chronische Erkrankungen, die einer lebenslagen Behandlung bedürfen. Unser Behandlungskonzept basiert im Wesentlichen auf einer dem individuellen Bedarf angepassten Bewegungstherapie und Gelenkschutztraining, um der Bedeu­tung dieser Erkrankungen gerecht zu werden. Auch hier steht die Adaptation an die Arbeitswelt im vorhandenen Beruf deutlich im Vordergrund. Nach endoprothetischem Gelenkersatz erfolgt eine entspre­chende Nachbehandlung (Anschlussheilbehandlung) mit intensiver Physiotherapie zur Mobilisierung und zum Muskel­aufbau, um eine zügige Reintegration in das Alltagsleben zu ermöglichen

In Anbetracht des demographischen Wandels mit zunehmender Überalterung der Bevölkerung kommt der vorbeugenden Behandlung einer altersbedingten Osteoporose eine große Bedeutung zu. Deshalb wurde die Osteoporose als weiterer Schwerpunkt für die Klinik am Lietholz eingeführt. Nach ent­sprechendem anamnestischen Screeningprogramm wird im Bedarfsfall eine ergänzende Diagnostik, z.B. Knochendichte­messung, durchgeführt. Es wird, wenn nötig, eine medika­mentöse Differentialtherapie eingeleitet. Grundsätzlich wird eine ausführliche Schulung nach standardisiertem Verfahren über diätetische Vorbeugungsmaßnahmen gegen Osteoporose sowie allgemeine Maßnahmen der Lebensführung durchge­führt. Das krankengymnastische Programm führt zu einer Muskelkräftigung, die ihrerseits wieder den Knochenabbau vermindert oder sogar einen Knochenneubau induzieren soll.

 

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Behandlung durch:

  • Klinik am Lietholz
    Fachklinik für orthopädische Erkrankungen.
  • Klinik Lipperland
    Fachklinik für psychosomatische Erkrankungen