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Stressreaktionen und chronischer Stress

Die Stressreaktionen ist als generalisierte Anpassungsreaktion zu verstehen, die entwicklungsgeschichtlich dabei geholfen hat, eine Spezies überleben zu lassen und sich den Anforderungen, die sie umgeben, anzupassen. Um Stress bewältigen zu können bedarf es komplexer biologischer Systeme, die zum einen sicherstellen, dass Menschen“ mit allen Sinnen“ wahrnehmen, ob eine Situation ungefährlich oder gefährlich ist, und dass schnellstmöglich automatisierte Programme ablaufen, die Menschen dabei helfen, Stress erzeugende Situationen zu bewältigen.

Stress ist ein komplexes Geschehen, dass zum Einen eines Stressor bedarf (ein Stimulus), zum Anderen eines Organismus, auf den er trifft. Jeder Mensch mit seiner ihm eigenen Lebensgeschichte bewertet erlebten Stress unterschiedlich, so dass zum Stimulus eine persönliche Erlebenskomponente hinzutritt, die bedeutsam für die Bewältigung von Stress ist.

Wenn es sich um positive Erinnerungen handelt wird Stress in der aktuellen Situation mit dazu beitragen, dass wir mit einem guten Gefühl unsere Höchstleistungen abrufen können. Beispielsweise ist vor jedem sportlichen Wettkampf ein bestimmtes Maß an Stress nötig, um ein optimales Aktivierungsniveau des Körpers sicherzustellen. Insofern ist“ gesunder Stress“ wesentlich dafür, dass wir unsere Fähigkeiten optimal abrufen und nutzen können. Allerdings: zuviel davon blockiert uns; ein gutes Beispiel hierfür ist die Prüfungsangst, die dazu führen kann, dass Menschen Erlerntes in der Prüfungssituation überhaupt nicht mehr zur Verfügung haben und nicht abrufen können.



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